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Gastkritiken
Was die Gäste mögen:
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“Sehr guter Zimmerservice, sehr aufmerksanmer Concierge … ”
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“Location is fantastic. Staff were very helpful. Rooms … ”
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“Location, quiet.”
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“location, price , size of hotel”
Hotel Montalembert
3, rue de Montalembert
Paris, France
Umgebung: 7th Arr. (Eiffel Tower/Musée D'Orsay)
Style: Kontemporär Klassisch
Atmosphäre: Ruhig
56 Zimmer
Innendesigner drehen durch. Schriftsteller und ihre Agenten lieben den Lunch hier. Weder ist es typisch 7. Arrondissement, sprich: Barock-verschnörkelt-spießig, noch ist es eines dieser typisch Quartier Latin verblichenen Herbergen mit niedrigen Decken. Dem Montalembert beim Boulevard St. Germain gelingt es, zeitlos, Fashionista, high-tech und Rive Gauche zu sein - alles auf einmal. Es ist der perfekte Ort, um sich im feinsten Schwarz mit seinem Blackberry sehen zu lassen, Sherry zu trinken und Simone de Beauvoir zu lesen. Und es ist sicher unnötig zu erwähnen, dass während der Fashion Week zwar drüben im Hotel Costes die Models ihre Erdbeeren naschen, aber hier im Hotel Montalembert die einflussreichen Redakteure über ihren Notizen sitzen. Seit der Eröffnung im Jahr 1929 ist das Montalembert ein Hotspot der Pariser Literati. Grace Leo-Andrieu und Francois Champsaur hat das Haus einige Veränderungen zu verdanken - besseres Essen, besseres Dekor -, aber das Publikum ist geblieben.
Beide, Leo-Andrieu wie auch Champsaur, vertreten einen intensiven Stil, kombiniert mit einem nicht minder großen Respekt vor Tradition und Verzicht auf alles Prätentiöse, und das sieht man - das Montalembert ist mutig, aber eben komfortabel und klassisch. Es sagt einiges, dass so viele Inneneinrichter und Architekten es zu ihrem Pariser Zuhause erkoren haben. Die Zimmer, obgleich klein, sind entweder Louis Philippe-traditionell mit modernen Akzenten (quadratische Kissen, Lampen von Eric Schmitt) oder zeitgenössisch (Chaiselounges und Möbel von Christian Liaigre), ohne es dabei zu übertreiben (die Betten eignen sich zum Schlafen ebenso wie zum Bewundern). Vollendet durch Blumenarrangements von Vertume (dem Pariser Floristen), exquisit, aber nicht prahlerisch, jede einzelne Blüte ein wahres Kunstwerk. Am meisten begeistern können die Räumlichkeiten im unteren Bereich. Bar, Lobby, Restaurant und Bibliothek teilen sich gemeinsam eine Fläche von der Größe eines Pariser Apartments (sprich: klein), nur durch subtile Lichtabstufungen voneinander getrennt.
Eine Kuriosität: das Bad. Ist das Zimmer schon klein - das Bad ist noch kleiner. Und komplett vernickelt. Weshalb einem bei den höchst privaten Sitzungen auf der Toilette von überall her das eigene Spiegelbild anschaut. Aber vielleicht passt ja gerade das zum charmanten, wenn auch ein wenig auf sich selbst bezogenen Wesen des Publikums im Montalembert (Fashion Insider, Innen-Designer, Künstler, Autoren). Außerdem sind die meisten so begeistert vom Highspeed-Fön, dass sie es wahrscheinlich gar nicht bemerken.



